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Mit den Gerichten stirbt die Gerechtigkeit

Ganz allmählich sterben in Hessen die Gerichte. Was vor einigen Jahren mit kleineren Amtsgerichten – beispielsweise in der Kreisstadt Homberg/Efze – begann, wurde jüngst mit den Amtsgerichten Usingen, Bad Arolsen, Rotenburg/Fulda, Nidda und Schlüchtern fortgesetzt. 

In diesem Jahr mussten Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor allem verkraften, dass die Wege zum nächsten Arbeitsgericht immer weiter geworden sind. Bei der Konzentration der Arbeitsgerichte sind die Standorte Limburg, Bad Hersfeld – immerhin zwei Oberzentren, Marburg, Hanau und Wetzlar vollständig geschlossen und verlegt worden. Das bisher vergleichsweise kostengünstige Arbeitsrecht hat sich damit für beide Rechtsparteien in diesen Regionen unangemessen verteuert.

Als die ersten Andeutungen vor einigen Jahren öffentlich wurden, dass Arbeitsgerichte verlegt werden, wurde daraus schnell Gewissheit. Jetzt gibt es die ersten Andeutungen, dass auch weitere Amtsgerichte und womöglich sogar Landgerichte geschlossen bzw. zusammengelegt werden. Also droht hier in den nächsten Jahren der nächste Schnitt?

Weil es fraglich ist, ob eine zentralisierte Justiz für den Staat tatsächlich günstiger ist, der Zugang zum Rechtssystem aber deutlich erschwert wird und sich Recht und Gesetz für die betroffenen Rechtsparteien in jedem Falle verteuern, setzt sich der Anwaltsverein Marburg dagegen zur Wehr und schafft mit dieser landesweiten Informationsseite eine Plattform, um über eine – in seinen Augen – gefährliche Tendenz im hessischen Rechtssystem zu informieren.

Justizzentrum Wiesbaden

So sehen die Gerichte der Zukunft aus: Groß und prächtig. Allein in das
Vor-Foyer hätte das gesamte Marbuger Arbeitsgericht hineingepasst. Sind
solche Gebäude wirklich kostengünstiger und effizienter?

 

[Foto oben Katharina Kaufmann]
[Fotos unten Rainer Sander]

Marburger Anwaltverein | Tel: 06421/175380 • kontakt@gerichtesterben.de